Vom Mustergarten zu einer der wichtigsten botanischen Einrichtungen der Welt

Im Jahre 1679 von Kurfürst Friedrich Wilhelm gegründet, ist der Botanische Garten Berlin und das Botanische Museum eine der ältesten botanischen Einrichtungen Europas. Mit seinen über 20.000 verschiedenen Pflanzenarten und historischen Gewächs- und Pflanzenhäusern ist der Botanische Garten Berlin für Besucher nicht nur im Sommer ein Erlebnis, sondern auch zur Christmas Garden-Zeit im Winter.
Wir geben Ihnen einen kurzen Einblick in die Kulisse des Christmas Garden Berlin und seiner Geschichte.

Geschichte des Botanischen Garten Berlins

Die Geschichte des Botanischen Garten Berlins reicht weit zurück: Unter Kurfürst Johann Georg wurde im Jahr 1573 am Berliner Stadtschloss ein Lust- und Kräutergarten angelegt, der die Grundlage für den heute vorhandenen Lustgarten im Botanischen Garten bildet.

Nach Aufgabe der kurfürstlichen Brauereien wurde im Jahr 1679 ein Hopfengarten angelegt, der als Küchen- und Kräutergarten diente. Kurfürst Friedrich Wilhelm I befahl die Erweiterung des Küchengartens zu einem kurfürstlichen Mustergarten und legte somit den Grundstein für den Botanischen Garten. Zu weltbekanntem Ruhm brachte Carl Ludwig Willdenow den Botanischen Garten. Willendow erreichte, dass er im Jahr 1809 der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin unterstellt wurde. Es folgte der Umzug des Gartens von der Potsdamer Straße – die Stelle ist der heutige Kleist-Park – nach Dahlem, wo zwischen 1897 und 1910, nach Plänen des Architekten Alfred Loerner der heutige Botanische Garten angelegt wurde. 1907 wurde das Große Tropenhaus errichtet und es ist ein exponiertes Beispiel der Glas-Stahl-Architektur des 19. Jahrhunderts. Außerdem entstand in diesem Zeitraum aus den Beständen des ehemaligen königlichen Herbariums das Botanische Museum.

Die Forschungseinrichtung

Zum heutigen Areal gehören eine parkähnliche Landschaft mit einer Gehölz- und Rosensammlung, eine Abteilung mit etwa 1500 Pflanzenarten sowie der Schau von weltweiten pflanzengeographischen Formationen. Des Weiteren können unter anderem tropische und subtropische Pflanzen in Schaugewächshäusern bewundert werden. Gerade das große Tropenhaus – welches zur Christmas Garden-Zeit besonders illuminiert wird – ist mit seinen Palmen, Lianen und dem Riesenbambus eine Attraktion.

Die Sammlungen des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums stellen die Basis für die Erforschung der Pflanzenvielfalt dar. Insgesamt sind etwa 20.000 verschiedene Arten auf dem Gelände zu finden und es stellt somit ein Anziehungspunkt für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt dar. Davon zeugt auch die Entwicklung der Besucherzahlen: 2016 war bisher das erfolgreichste Jahr des Botanischen Garten Berlins, da ein Besucherrekord von 400.000 Besuchern erreicht wurde.

Der Botanische Garten Berlin im weihnachtlichen Glanz

Zahlreiche Veranstaltungen rund ums Jahr, machen den Botanischen Garten auch für nicht wissenschaftliche Besucher attraktiv. Ein besonderes Highlight findet ab Mitte November statt: Der Botanische Garten Berlin verwandelt sich zur Advents- und Weihnachtszeit mit dem Christmas Garden in eine leuchtende Märchenlandschaft: Atemberaubende Lichtspiele, beeindruckend inszenierte Natur und zahlreiche Leuchtfiguren lassen die Besucher staunen und versetzen diese in Weihnachtsstimmung.