Der Christmas Garden begeistert seit dem Jahr 2016 die Besucher, da wird es Zeit für einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Im Interview Andreas Boehlke ─ der kreative Kopf, der Parks und Zoos zu weihnachtlichem Glanz verhilft.

Was begeistert Sie am Christmas Garden?

Mich fasziniert es, die wunderschönen Gärten und Parks in ein Lichtermeer zu verwandeln, und die Mystik der Dunkelheit, die dort in der Nacht herrscht, für eine kurze Zeit im Jahr zum Leben zu erwecken.

Woher nehmen Sie die Inspiration, wenn Sie einen Botanischen Garten, einen Schlossgarten oder einen Zoo in eine weihnachtliche Atmosphäre tauchen sollen?

Ich bin schon seit mehr als 25 Jahren im Bereich Weihnachtsbeleuchtung tätig und habe viel gesehen, auch in anderen Ländern. Der besondere Reiz liegt darin, den Zauber der Pflanzen und Anlagen mit Hilfe der Lichtinstallationen hervorzuheben, damit zu spielen. Meine Erfahrung hilft mir, den Eindruck vor Ort, welche Illumination einen Platz besonders zur Geltung bringen könnte, mit Ideen zu verbinden und diese letztendlich umzusetzen.

Inwieweit muss bei der Illumination auf die Flora und Fauna Rücksicht genommen werden? Wie werden Sie diesen besonderen Anforderungen gerecht?

Das Wohl der Pflanzen und Tiere steht natürlich im Vordergrund. Die Vorgaben der Betreiber der Gärten sind für uns verbindlich. Aus der langjährigen Tätigkeit zur Illumination von Straßenbäumen sind wir damit vertraut, welche Maßnahmen zum Schutz der Bäume eingehalten werden müssen. In den Tierparks gibt es Besonderheiten, um die Nachtruhe bestimmter Tierarten nicht aus dem Rhythmus zu bringen. Wir handeln in dem Bewusstsein, kein Tier zu stören und nehmen die zoologischen Auflagen sehr ernst.

Wie stemmen Sie die logistischen Aufgaben beim Aufbau, gerade wenn Sie die Standorte Berlin, Dresden, Münster und Stuttgart betreuen?

Unser Team in Berlin ist sehr gut aufgestellt und kann die Betreuung  des Christmas Garden in allen veranstaltenden Städten von der Idee bis zur Umsetzung begleiten. Jede Stadt wird durch einen Projektleiter vor Ort betreut; alle sind gut miteinander vernetzt. Die Logistik in Berlin plant schon lange im Voraus, um die Materialien termingerecht anliefern zu können.

Was war Ihre Lieblingsinstallation in der Vergangenheit? Was hat Ihnen daran besonders gefallen?

Zu den Highlights gehörte das Finale im Botanischen Garten in Berlin im letzten Jahr auf jeden Fall dazu, bei dem Millionen von Lichtpunkten zu einer Inszenierung mit Musik installiert wurden.
Aber auch die „Singing Trees“, die ebenfalls durch Licht und Klang faszinierten, gehören unbedingt zu meinen Lieblingsinstallationen.
Eine besondere Attraktion war für mich der Maurische Garten in Stuttgart, wo durch die Gestaltung der Pflanzen mit einfachen Lichterketten ein wunderschönes Lichterbild entstanden ist.
Ein magischer Moment war auf jeden Fall die Wasserfontäne, die Blumen und Nordlichter im Berliner Winter mittels Projektion im Wasser entstehen ließ.